Herzlich willkommen

NEUKIRCHEN
ADORF

Zwei Orte
Eine Gemeinde
Echte Gemeinschaft

Das Tor zum Erzgebirge
begrüßt Sie recht herzlich.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das Schuljahr ist bereits wieder in vollem Gange, der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und der Herbst hält Einzug. Jede Jahreszeit hat in unserer Gemeinde ihre eigenen Reize. Nachdem wir die Sommerzeit im Freibad, im Urlaub oder im Garten genießen konnten, freuen wir uns nun auf die anstehenden Veranstaltungshighlights im September und Oktober. Auch wenn es in diesem Obstjahr leider nicht für die Apfelpresse gereicht hat, freuen wir uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher beim Apfelcafé und dem anschließenden Apfelfest. Ebenso hoffen wir, Sie am 04.10.2026 zum Tag der offenen Baustelle an der Grundschule sowie zum Auftakt der Herbstferien am 10.10.2026 beim Oktoberfest des SV Adorf begrüßen zu dürfen.

In den vergangenen Wochen habe ich im Rahmen meiner Gartenzaungespräche zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt. Natürlich unterscheiden sich die Themen je nach Wohnumfeld; von Adorf über die Wohnlage Sorge bis hin zum oberen Ortsteil von Neukirchen. Einige Fragen begegnen mir jedoch regelmäßig, ganz unabhängig davon, wo ich gerade unterwegs bin.

Es sind die ganz alltäglichen Fragen des Ortsgesprächs: Wann wird der Penny in Neukirchen wieder eröffnet? Wann wird der in Adorf vorübergehend geschlossen? Wie läuft es auf der Baustelle an der Grundschule? Und was wird eigentlich aus EDEKA?

Deshalb möchte ich heute einmal etwas ausführlicher über unsere Einkaufsmöglichkeiten berichten.

Der Bau des Penny-Marktes in Neukirchen verläuft planmäßig und soll bis zum Herbst fertiggestellt werden. Wer an der Baustelle vorbeikommt, kann unschwer erkennen, dass es vorangeht. Was „Herbst“ genau bedeutet, werden wir hoffentlich spätestens Ende September genauer wissen.

In Adorf hat der Abriss des ehemaligen Getränkemarktes bereits begonnen. Nun gibt es viele Spekulationen darüber, wann und wie lange der Penny während der Bauarbeiten ge­schlossen sein wird. Dazu stehen wir mit dem Eigentümer im Austausch und wollen auch hier bis Ende September eine konkrete Zeitschiene präsentieren können.

Noch mehr Gerüchte als um die Penny-Märkte ranken sich allerdings um den möglichen Neubau eines EDEKA-Marktes. Bereits vor einigen Jahren haben wir die Ansiedlung eines entsprechenden Marktes neben der neu zu errichtenden Schule ins Auge gefasst. Leider lässt der Landesentwicklungsplan einen solchen Markt an diesem Standort derzeit nicht zu. Unsere Gemeinde ist dafür schlicht zu klein und liegt zudem unmittelbar am Rand des Oberzentrums Chemnitz.

Damit wollten wir uns allerdings nicht abfinden. Es gab zahlreiche Gespräche und Termine mit der Landesdirektion, Planern und Gutachtern; sogar ein Termin in Dresden mit dem Präsidenten der Landesdirektion.

Nun wollen wir im Herbst den nächsten notwendigen Schritt gehen und den entsprechenden Bebauungsplan weiterführen.

Bei dieser mittlerweile fast schon schier endlosen Geschichte gibt es aber auch etwas sehr Positives zu berichten: Trotz zahlreicher Hin­dernisse hält die EDEKA-Gruppe weiterhin an den Plänen fest und bemüht sich nach Kräften darum, diese auch tatsächlich umzusetzen. Wir hoffen deshalb, schon bald einen entscheidenden Durchbruch vermelden zu können. Seien Sie gespannt!

Da wir gerade beim Festhalten an Plänen sind, passt auch die folgende Geschichte sehr gut dazu:

Im Januar 2024 initiierte Herr Michael Rehbach die Petition „Rettet die Bäume im Neukirchener Wald“. Sein Ziel war es, zu erreichen, dass die geplante Erschließung der Windenergieanlagen auf Leukersdorfer Flur nicht durch unseren Wald, sondern über die angrenzenden Feldflächen erfolgt.

Was diese Petition von vielen anderen Bemü­hungen unterschied, war der Ansatz: Unabhängig von seinem kritischen Standpunkt zur Errichtung der Windenergieanlagen ging es nicht einfach darum, etwas verhindern oder ablehnen zu wollen. Herr Rehbach setzte sich vielmehr für den Schutz unserer Natur ein und zeigte gleichzeitig Alternativen auf, wie das Vorhaben aus seiner Sicht besser umgesetzt werden könnte.

Trotz dreier Ablehnungen seines Anliegens durch Behörden und Ministerien ließ er sich nicht von seiner Überzeugung abbringen, dass der Weg durch den Wald nicht alternativlos ist und auch anders geplant werden kann. Immer wieder brachte er sachliche Argumente und Gegendarstellungen bei den zuständigen Behörden vor. Und nach gut zwei Jahren war das Ziel erreicht: Die Firma JUWI plante die Zuwegung noch einmal neu und kann die Baumaßnahme nun ohne die Rodung ehrwürdiger Bäume in unserem Wald realisieren.

Die Gemeinde, der Gemeinderat und auch ich persönlich möchten uns deshalb ganz herzlich bei Herrn Rehbach für seine Beharrlichkeit und sein Engagement zum Erhalt unseres Waldes bedanken. Ohne seinen Einsatz wäre diese Lösung vermutlich nicht zustande gekommen.

Diese Geschichte zeigt einmal mehr eindrucksvoll, wie viel ehrenamtliches Engagement in unserer Gemeinde steckt; oftmals auch fernab der öffentlichen Berichterstattung. Sie zeigt aber auch, wie wichtig es ist, sich für etwas einzusetzen, statt immer nur gegen etwas zu sein.

Lassen Sie uns deshalb auch diese vermeintlich kleinen Dinge würdigen und weiterhin gemeinsam, und jeder auf seine Weise, an der Entwicklung unserer Gemeinde arbeiten.

Ich freue mich auf unsere kommenden Begegnungen und den gemeinsamen Austausch.

Ihr Bürgermeister, Sascha Thamm


Meldungsmanagement der Gemeindeverwaltung Neukirchen/Erzgeb.