Herzlich willkommen


Neukirchen, das Tor zum Erzgebirge begrüßt Sie recht herzlich.


Neukirchen im Januar 2022

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich wünsche Ihnen, auch im Namen des Gemeinderates und allen Mitarbeiter*innen der Gemeinde Neukirchen/Erzgeb. ein gesundes neues Jahr 2022. Verbinden möchte ich diesen Neujahrsgruß mit dem Wunsch nach Gesundheit, Glück und Zufriedenheit sowie Erfolg bei all unseren Vorhaben.

Denn das Jahr 2022 hält wieder viele Herausforderungen für unsere Gemeinde bereit. Viele Themen aus dem vergangenen Jahr werden uns auch in diesem wieder begleiten. Lassen Sie uns einen Überblick verschaffen.

Wir konnten endlich mit dem langersehnten Breitbandausbau beginnen. Auch, wenn diese Baumaßnahme zu vielen Sperrungen und Einschränkungen geführt hat und auch im Jahr 2022 noch führen wird, ist es ein notwendiges Übel. Spätestens während der Pandemie wurde deutlich, wie wichtig das Thema Internetanschluss für uns alle ist. Egal ob Firmen, Arbeitnehmer im Homeoffice oder die Zeit im Privaten. Der Wandel hin zu noch mehr Digitalisierung hat einen riesigen Sprung gemacht. Mit unserem Glasfaserausbau schaffen wir die nötige Infrastruktur für unsere Einwohner und Gewerbebetriebe. Wir werden im ersten Halbjahr 2022 die ersten Anschlüsse des Netzes in Betrieb nehmen können. Je nach Witterungslage und Genehmigung der Straßensperrungen versuchen wir die Maßnahme bis Ende des Jahres abzuschließen. Einen Dank möchte ich an dieser Stelle an das Ingenieurbüro Bauer für die Bauüberwachung und -koordination aussprechen. Ein noch viel größerer Dank geht jedoch an die Firma Krause und Co. sowie die vielen fleißigen Mitarbeiter an den unzähligen Stellen, die für die Realisierung sorgen.

Eine weitere jahresübergreifende Maßnahme ist der Kreisverkehrbau an der Stollberger Straße. Lange haben wir ihn geplant; ab April 2022 soll die Baumaßnahme inklusive der Erschließung des Grundschulgrundstückes und der Herstellung einer zentralen Bushaltestelle beginnen. Geplantes Bauende ist Juni 2023.

Da wir gerade von der neuen Grundschule sprechen; auch diese Maßnahme wird wieder einmal in den Fokus unserer Bemühungen rücken. Wie sie bereits aus den vergangenen Amtsblättern wissen, ist die Fördermittelsituation in diesem und in vielen anderen Bereichen sehr angespannt und es gibt keine gesicherte Aussicht auf Bewilligung. Deshalb bemühen wir uns gerade um alternative Möglichkeiten der Finanzierung. Das bedeutet eine Mammutaufgabe für unsere Gemeinde. Die Baukosten von veranschlagten 17 Mio. Euro sollten eingehalten werden, auch wenn dies durch die derzeitigen Preissteigerungen in den verschiedenen Bereichen sehr schwer sein wird. Jeder Euro Mehrkosten muss dann ebenfalls zu 100% durch uns als Kommune geleistet werden. Fakt ist jedoch auch, dass uns die Zeit davon läuft. Neben der Tatsache, dass die getrennten Schulbereiche nur temporär durch das Landesamt für Schule und Bildung (LASuB) genehmigt ist, darf es auch aus unserer Sicht kein Dauerzustand sein. Nicht nur die Mehrbelastung für das Lehrerkollegium und unsere pädagogischen Kräfte, sondern vor allem die fehlende Schulgemeinschaft und Trennung der Schülerinnen und Schüler muss aufhören. Davon abgesehen, werden unsere Kapazitäten an beiden Standorten perspektivisch nicht ausreichen. Um nicht erst dann zu reagieren, wenn beide Standorte insgesamt zu klein für die Gesamtschülerzahl geworden sind, wollen wir 2022 aktiv und zur Not auch ohne Fördermittel  mit dem Bau unseres Grundschulkomplexes beginnen! Wir können und werden nicht länger warten.

So wie uns bei der Grundschule die Förderzusagen fehlen, wurde uns auch bei einer anderen Maßnahme die angedachte Förderung gestrichen. Wie Sie den Beschlüssen aus dem Gemeinderat vielleicht entnommen haben, haben wir die Planung des grundhaften Ausbaus der Markersdorfer Straße vorangetrieben und wollten diese gemeinsam mit dem Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (zuständig für den Bereich Abwasser) als Komplexmaßnahme im kommenden Jahr umsetzen. Leider wurde uns mitgeteilt, dass statt der beantragten 90% Förderung lediglich 50% zur Verfügung gestellt werden können. Dies hätte einen Anstieg der Eigenmittel von 280.000 Euro auf ca. 1,4 Mio. Euro zur Folge. In Absprache mit dem Abwasserzweckverband mussten wir die Maßnahme nun ein weiteres Jahr verschieben. Ob wir sie dann im geplanten Umfang umsetzen können, hängt wiederum von der finanziellen Unterstützung durch die Fördermittelgeber ab.

Nach erfolgter Haushaltsaufstellung und -beratung im Gemeinderat im Januar werden wir Ihnen eine Übersicht über eine Vielzahl weiterer Maßnahmen geben, welche wir trotz der angespannten Situation umsetzen möchten. Wie so oft beschrieben, werden wir unsere Energie und unsere Finanzmittel nicht auf eine Maßnahme konzentrieren, sondern in alle Bereiche der Gemeinde investieren.

Eines ist jedoch deutlich. Die investiven Förderungen der letzten Jahre gehen massiv zurück. Die zuvor beschriebenen Sachverhalte sind nur ein kleiner Ausschnitt gewesen. Wie schon so oft im vergangenen Jahr geschrieben, werden wir uns mehr und mehr auf andere Bereiche und Finanzierungsmöglichkeiten konzentrieren müssen. Dazu werden im Jahr 2022 auch nicht-investive Förderungen gehören, welche mögliche Neuerungen in den Verwaltungsstrukturen, Projektentwicklungen und Kooperations- und Veranstaltungsbereichen unterstützen sollen. Sobald unsere Bemühungen in diesen Bereichen erste Früchte tragen, werden wir Sie gerne darüber informieren.

Ein weiterer Fokus unserer Arbeit liegt in der Modernisierung unserer internen Strukturen. Ein Teil davon ist natürlich die fortschreitende Digitalisierung. Ein anderer und viel wichtigerer Bereich liegt aber in unserem Dienstleistungsangebot an Sie, meine lieben Bürgerinnen und Bürger. Wir wollen zukünftig noch besser für Sie erreich- und ansprechbar sein, wollen verschiedenste Kommunikationswege ausbauen und Ihre Anliegen unkompliziert bearbeiten.

Ich freue mich auf das bevorstehende Jahr und die Herausforderungen, die wir mit Ihnen gemeinsam bewältigen werden. Bleiben Sie uns gewogen und starten Sie mit Zuversicht in 2022.

Sollten Sie Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Ihr Bürgermeister, Sascha Thamm